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Information Coronavirus

Das neuartige Coronavirus COVID-19 breitet sich in einigen Ländern weiter aus und hat inzwischen auch die Schweiz erreicht. Ein erster Fall der neuartigen Lungenkrankheit ist am Dienstag, 25. Februar 2020, vom Bund bestätigt worden. In den Tagen zuvor hatte sich das Coronavirus im Norden Italiens ausgebreitet. Dort kam es auch zu mehreren Todesfällen. Wir haben die wichtigsten Infos für Dich zusammengestellt.



Woher kommt das Coronavirus?
Der örtliche Ursprung der Coronavirus-Epidemie in China ist wahrscheinlich ein Markt der zentralchinesischen Stadt Wuhan. Dort wurden nebst Fisch auch Fledermäuse, Schlangen und weitere Wildtiere gehandelt. Das Virus wurde von Tieren auf den Menschen übertragen. Seither wird das Virus von Mensch zu Mensch übertragen. Die chinesischen Behörden haben den Markt geschlossen.


Wie wird das Virus übertragen?
Die Übertragung des neuen Coronavirus geschieht vor allem durch Tröpfcheninfektion: Beim Niesen oder Husten gelangen Viren von einem Menschen entweder direkt auf die Schleimhäute von Nase, Mund und Augen eines anderen Menschen. Oder die ausgeschiedenen Viren können bei Raumtemperatur bis zu neun Tage lang auf Oberflächen halten und infektiös bleiben und dann durch Berührungen im Gesicht auf die eigenen Schleimhäute von Nase, Mund und Augen gelangen. In aller Regel ist jedoch ein enger Kontakt (< 2 Meter über > 15 Minuten) mit einer infektiösen Person erforderlich.


Zurzeit noch unklar ist, wie rasch sich das neue Coronavirus von Mensch zu Mensch verbreitet. Die Übertragungsrate (= die sogenannte «Reproduktionszahl» R0) gibt an, wie viele weitere Menschen eine infizierte Person anstecken kann. Gemäss aktuellen Schätzungen liegt R beim 2019-nCoV zwischen 1,5 und 4. Das heisst, eine bereits infizierte Person kann im Durchschnitt 1,5 bis maximal 4 noch nicht Infizierte anstecken. (Zum Vergleich: bei der saisonalen Grippe liegt R (im Winter) bei rund 1,2–1,4 bei Masern liegt R bei rund 18 und bei SARS lag sie nur knapp über 1,0).


Personen jeden Alters können sich anstecken. Das Alter der laborbestätigten Erkrankungsfälle in China reicht von 8 Monaten bis 90 Jahren.


Inkubationszeit: Nach einer Infektion mit dem neuen Coronavirus dauert es in der Regel 4 bis 7 Tage (Spannweite 1 bis 14 Tage) bis zu den ersten Krankheitszeichen (= Symptomen).


Was sind die Symptome von «Covid-19»?
Zu Beginn (d.h. nach der Inkubationszeit) tritt oft ähnlich wie bei einer Grippe ein unspezifisches Unwohlsein, Müdigkeit und Fieber auf. Es folgen meist Atemwegssymptome, typisch ist ein trockener Husten. Weniger häufige Symptome sind: Kopfschmerzen, selten Muskelschmerzen, Übelkeit und Durchfall.


Nur sehr selten wurden Schnupfen und Halsschmerzen beobachtet (dies spricht eher für eine «gewöhnliche Erkältung»). In vielen milderen Fällen bleiben die erwähnten Symptome über einige Tage bestehen, bevor man wieder gesund wird. Im Fall eines schweren Erkrankungsverlaufs kann es nach rund einer Woche zu Kurzatmigkeit sowie im schlimmsten Fall zu einer Lungenentzündung (= Pneumonie) mit Atemnot und Befall weiterer Organsysteme kommen.


Häufiger von einem schweren Erkrankungsverlauf betroffen sind vorwiegend ältere Menschen und Menschen mit einer chronischen Vorerkrankung (insbesondere Bluthochdruck, Herz- und Lungenerkrankungen, Diabetes oder Erkrankungen, die das Immunsystem beeinträchtigen). Einzelne schwere Fälle betrafen auch jüngere, zuvor gesunde Personen.


Es ist zurzeit noch unklar, wie häufig solche schweren Verlaufsformen bei einer Infektion durch das neue Coronavirus auftreten, die Mehrzahl zeigt jedoch einen milden Verlauf. Mindestens 10 Prozent der Erkrankten haben kein Fieber, und bei einigen tritt kein Husten auf. Bei mehreren Personen wurde eine Infektion mit dem neuen Coronavirus nachgewiesen, die gar keine Symptome zeigten.


Zurzeit ist unklar, wie hoch die Sterblichkeit (= die sogenannte «Letalität» bzw. «Case Fatality Ratio; CFR») bei einer Infektion mit dem neuen Coronavirus ist. Zurzeit wird davon ausgegangen, dass die Sterblichkeit bei einer 2019-nCoV-Erkrankung unter 3 Prozent liegt. (Zum Vergleich: die Sterblichkeit bei Masern liegt bei rund 0,1 Prozent, diejenige von SARS lag bei rund 10 Prozent; bei MERS liegt sie bei 35 Prozent).


Der Verlauf dieser Epidemie in den nächsten Tagen und Wochen wird hierzu mehr Klarheit schaffen.


Wie wird das Virus nachgewiesen?
Jeder Verdacht auf eine Ansteckung mit dem neuen Coronavirus muss durch eine Ärztin oder einen Arzt abgeklärt werden. Dabei fragt sie oder er nach Reisen, Kontakten und Krankheitssymptomen.


Eine abschliessende Bestätigung ist nur durch eine Laboranalyse möglich. Gegebenenfalls wird eine Probe mittels eines sogenannten Nasen-Rachen-Abstrichs (auch «Nasopharyngeal-Abstrich») entnommen. Dabei wird mit einem speziellen Wattetupfer von der Rückwand von Nase und Rachen eine kleine Menge Schleim entnommen. Dies ist schmerzlos, kann aber etwas unangenehm sein.


Das Referenzzentrum für neuauftretende Virus Infektionen (NAVI) am Universitätsspital Genf führt dann die spezifischen Tests auf das neue Coronavirus mittels einem sogenannten PCR-Verfahren durch, das Resultat liegt in der Regel in weniger als einem halben Tag vor. Weitere Labors grösserer Spitäler können den Test ebenfalls durchführen. Es muss aber in jedem Fall auch eine Probe an das Referenzlabor in Genf geschickt werden.


Kann man sich in der Schweiz mit dem Coronavirus anstecken?
Das Risiko einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus war bis zum Dienstag (25.02.20) in der Schweiz als gering eingestuft worden.


Sollte es zu weiteren Fällen kommen, würden die erkrankten Personen isoliert. Enge Kontaktpersonen müssten für zwei Wochen in Quarantäne. Diese Massnahmen würden dazu dienen, eine weitere Ausbreitung des neuen Coronavirus in der Schweiz möglichst zu verhindern.


Was kann ich tun, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu verhindern?
Wir empfehlen zum Schutz vor einer Ansteckung ganz besonders in Regionen mit Erkrankungsfällen durch das neuartige Coronavirus gute Händehygiene durch mehrmaliges Händewaschen und Händedesinfizieren. Husten und Niesen in ein Taschentuch welches danach in ein geschlossenes Behältnis entsorgt wird.


Händeschütteln sollte man auf ein Minimum reduzieren. Mundschutz bringt etwas, weil die Tröpfcheninfektion über Mund und Nase übertragen wird – zum Beispiel bei lautem Sprechen, Rufen oder Husten innerhalb von zwei Metern Abstand – kann man durch Tragen einer Atemmaske versuchen zu vermeiden. Solche Masken können auch eine potenzielle Schmierinfektion verhindern, indem sie unterbinden, dass man sich mit schmutzigen Händen an Mund und Nase greift.


Im öffentlichen Raum sollte man Oberflächen mehrmals reinigen und anschliessend allenfalls desinfizieren. Die Reinigung bzw. Desinfektion soll mit Einmalgebrauch-Tücher erfolgen, um weitere Kontaminierungen zu verhindern.
Handtücher sollen durch Papiertücher ersetzt werden, welche nach Gebrauch in geschlossene Behälter entsorgt werden können.


Weitere Fragen?

Das Bundesamt für Gesundheit hat für Fragen zu 2019-nCoV eine Telefon-Hotline − 058 463 00 00 − eingerichtet. Weitere Informationen zu 2019-nCoV sind auch auf folgenden Internetseiten zu finden:


Quelle: BAG / RKI / Lungenärzte im Web

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